Das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM) ist das größte österreichische Menschen­rechts­institut, das sich im Sinne einer engagierten Wissenschaft mit anwendungs­orientierter Menschen­rechts­forschung befasst. Die rund 35 Mitarbeiter­Innen des Instituts arbeiten auf inter­nationaler, europäischer und österreichischer Ebene an einer breiten Auswahl menschen­recht­licher Themen. Für den Ausbau und die Weiterent­wicklung unserer Kommunikations­aktivitäten suchen wie einen engagierten Communications Manager (w/m).

Cover: Menschenrechten Gestalt und Wirksamkeit verleihen. Making Human Rights Work.

Hannes Tretter und Manfred Nowak gründeten im Jahr 1992 gemeinsam mit Felix Ermacora das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte und haben es seither über 27 Jahre lang gemeinsam geleitet. Der bevorstehende Wechsel in der wissenschaftlichen Leitung des Instituts war Anlass für die Erstellung der vorliegenden Festschrift.

Patricia Hladschik und Fiona Steinert haben das Erscheinen der Festschrift für Hannes Tretter und Manfred Nowak zum Anlass genommen, darüber nachzudenken, warum es so wichtig ist, dass Akademikerinnen und Akademiker sich in gesellschaftliche Debatten einbringen.

Hannes Tretter und Manfred Nowak am Podium

Am 15. März 2019 fand im Dachgeschoss des Wiener Juridicum ein Fest für Hannes Tretter und Manfred Nowak statt. Dorothea Steurer und Dieter Schindlauer führten durch den Abend, der unter dem Motto "Sailing and dancing for human rights" stand, und wichtige Weggefährten und Weggefährtinnen der beiden Gründer und langjährigen Leiter des BIM versammelte. Anlass war der bevorstehende Wechsel in der wissenschaftlichen Leitung des Instituts.

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Das Römische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wurde im Jahr 1998 verabschiedet. Es soll ermöglichen, die Verantwortlichen schwerster Menschenrechtsverbrechen (das sind Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Verbrechen der Aggression) einem Strafverfahren zuzuführen. Die Bilanz nach zwei Jahrzehnten ist allerdings ernüchternd: Die nationalen Strafverfolgungsbehörden der EU-Staaten — allesamt Unterzeichner des Statuts — werden bei der Verfolgung schwerster Menschenrechtsverbrechen kaum tätig, obgleich sie dazu verpflichtet sind und der IStGH weder für den Irak noch für Syrien zuständig ist.

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